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Bedeutende Miltenberger
Johannes Butzbach (1477 bis 1516)
Prior von Maria Laach und Humanist. Verfasser des »Odeporicon«, der ersten deutschen Selbstbiografie, in der er seine abenteuerliche Jugend als »fahrender Schüler« beschreibt.
Friedrich Weygandt (? bis 1525)
Mainzer Amtskeller in Miltenberg. Einer der führenden, theoretischen Köpfe der aufständischen Bauern 1525, für die er einen Entwurf zur Reform des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation ausarbeitete. nach dem Bauernkrieg hingerichtet.
Josef Martin Kraus (1756 bis 1792)
Im Barockhaus seines Großvaters am Miltenberger Marktplatz geboren, wuchs er in Buchen auf, wo er seinen ersten musikalischen Unterricht bekam. Auf dem Mannheimer Jesuiten-Gymnasium erhielt er eine umfassende literarische und musikalische Bildung vermittelt. Studium der Jurisprudenz iun Mainz, Erfurt und Göttingen. Seite 1781 Kapellmeister am Hof des schwedischen Königs Gustav III.
Carl Gottlieb Horstig (1763 bis 1835)
Der vorzeitig pensionierte Schaumburg-Lippe'sche Konsistorialrat war seit 1808 der erste Privatbesitzer der Mildenburg. Der Theologe, Universalgelehrte, Maler und Schöpfer des ersten brauchbaren Systems der Stenografiker, mit dem noch 1848 im Parlament der Frankfurter Paulskirche gearbeitet wurde, zählte auch zum Bekanntenkreis Johann Wolfgang von Goethes. 1840 erhob König Ludwig I. von Bayern die ihm gut bekannte Familie Horstig in den Adelsstand.
Philipp Caspar Wirth (1808 bis 1878)
Sohn des Ratsschultheißen und Stadtchronisten Michael Joseph Wirth. Erster Zeichenunterricht auf der Mildenburg durch Carl Gottlieb Horstig. Studium in Würzburg und München. Weitere Studienaufenthalte in Wien, London und Paris. Einer der führenden Porträtisten der Romantik, der zu seinen Lebzeiten nicht gebührende Anerkennung fand.
Wilhelm Conrady (1829 bis 1903)
Der Kreisrichter von Rüdesheim erbte die Mildenburg 1867 von seinem Onkel Feidrich Gustav Habel. Er setzte dessen Sammlungsttigkeit ebenso fort, wie dessen Engagement in der provinzial-römischen Forschung. Die Reichs-Limes-Kommission setzte Conrady als Streckenkomissar ein. Ihm gelangen wesentliche Beiträge zur römischen Epoche am Main und zum Verlauf des Limes. Seine umfangreiche Sammlung wurde 1904 in München versteigert. |